Inselareal Baubereich 07 Bern 5. Preis

Verfahren Projektwettbewerb im selektiven Verfahren Bauherrschaft Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern Programm Neubau für die Medizinische Fakultät der Universität Bern mit einer zeitgemässen Laborinfrastruktur für die Forschung sowie mit Praktika- und Seminarräumen für die Ausbildung Fläche 55’416 m2 GF Volumen 245’015 m3 Gebäudekosten BKP 1-9 250 Mios CHF Planung 2019 In Zusammenarbeit mit ARGE mit Studio PEZ Basel / Tragwerk Ingeni AG Zürich / Gebäudetechnik EBP Schweiz AG Zürich / Fassadenplanung:  EBP Schweiz AG, Zürich / Laborplanung Laborplaner Tonelli AG, Gelterkinden / Bilder Aron Lorincz Ateliers, Budapest Team NYX Nathanaël Chollet, Yann Gramegna, Benjamin Melly

 

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CHRYSALIDE

Sechs Institute, drei Volumen, ein Gebäude. Eine klare Identität und eine maximale Flexibilität für das neue Forschungs – und Ausbildungszentrum Medizin. Wie können wir die verschiedenen Einheiten der Forschungsinstitute unter einem Dach vereinen und dabei eine eigene architektonische Identität bewahren? Wie können wir die Vorteile des Nebeneinanderstellens der Institute maximieren und Zusammenarbeit und Austausch zwischen den verschiedenen Forschungsbereichen verstärken? Wie können wir ein Gebäude schaffen, das einerseits die Leiteideen des Masterplans „befolgt“, indem es ein Tor zum Inselspital Campus bildet, und andererseits ein Gebäude mit einer klaren eigenen Identität darstellt? Wir haben es hier mit einem neuen Bereich für die medizinischen Institute mit Baubereich 07 zu tun – durch die Unterbringung unter einem Dach der ehemals getrennten verschiedenen Forschungsinstitute ergeben sich viele Vorteile, aber auch Herausforderungen:

Das Gebäude ist als eine Ansammlung von jeweils drei Bänden und Würfeln konzipiert, die sowohl im Grundriss als auch im Schnitt ein abgestuftes Gebäude bilden. Mit einer einfachen architektonischen Geste beantworten wir alle Komplexitäten des Projekts: die Geometrie des Standorts, die Prinzipien des Masterplans sowohl in Bezug auf das Volumen als auch auf die Höhe und die Beziehung zu den benachbarten Gebäuden und natürlich die herausfordernden programmatischen Anforderungen und nähere Umgebungen. Die abgestufte Gebäudehöhe stützt eine der wichtigsten Leitideen des Masterplans – “Die Baumassen sollen zur Arealmitte hin verdichtet werden. Zu den Rändern des Areals hin sollen die Bauvolumina zur angrenzenden Umgebung und Bebauung vermittelnd wirken.” Darüber hinaus wird mit ihrer Hilfe das Konzept des „Gekneteten Volumens“ verstärkt, welches auf verschiedenen Grundstücken des Campus wiederzufinden ist.

Diese Volumenstrategie ermöglicht uns eine präzise Reaktion auf die verschiedenen städtebaulichen Kontexte: nach Norden, der Stadt zugewandt, ist sie gestuft und ausdrucksstark und stärkt die Rolle des Gebäudes als Tor zum Campus; im Süden, in Richtung Inselspital, erscheint sie eher zurückhaltend und einheitlich und trägt zur klaren Abgrenzung der Fussgängerzone, des vorgelagerten Platzes/Freiraums bei; im Osten tritt sie zurück, um die angrenzenden Gebäude und Nachbarn nicht zu beschatten. Der Haupteingang von der Campusseite sowie das öffentlichere Programm des Gebäudes befinden sich in der Gestaltungsbaulinie, die dem Platz zugewandt ist und den öffentlichen Charakter des Gebäudes betont. Der höchste der drei Blöcke ist diesem städtischen Freiraum zugewandt und der erforderliche Sockel auf der Gestaltungsbaulinie wird direkt von der internen Logik des Programms aufgenommen, d.h. die Verteilung der einzelnen Institute. Die Fassade trägt ebenso dazu bei, indem sie offener und transparenter wird.

 


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