SCHULANLAGE HERTI ZUG, 3. PREIS

Verfahren offener Projektwettbewerb in zwei Stufen Bauherrschaft Einwohnergemeinde Stadt Zug Programm Neubau 30 Primarschulklassen, 10-fach Kindergarten,  7 Betreuungsgruppen, 4 Sporthalleneinheiten, Musikschule, Bibliothek, Mediathek und Aula Fläche 25’500 m2 GF Volumen 112’000 m3 Gebäudekosten BKP 1-9 80 Mio CHF Planung 2021 In Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitektur: MOFA urban landscape studio GmbH Zürich Tragwerk WaltGalmarini AG Zürich, Haustechnik Gruenberg + Partner AG Zürich, Elektroplanung: R+B engineering AG Baar, Baumanagement JAEGER Baumanagment AG Zürich, Nachhaltigkeit Durable Planung und Beratung GmbH Zürich, Brandschutz: BIQS Brandschutzingenieure AG Zürich, Bilder Filippo Bolognese Images, Team NYX Nathanaël Chollet, Yann Gramegna, Cosimo Caccia, Cécile Attardo, Camille Wetzel

ALLUVIUM

Auf den ersten Blick erscheint das Quartier Herti heute zum einen als eine Ansammlung einzelner, autonomer Mikrokosmen und zum anderen als Collage aus Bebauungen unterschiedlicher Epochen. Aus grossmassstäblicher Sicht ergibt sich aber eine andere Lektüre des Quartiers: Zwischen den Gleisen auf der östlichen Seite und dem Fluss «Lorze» auf der westlichen Seite wird auf der Nord-Süd-Achse eine starke Strukturierung ersichtlich. Im Zentrum steht die Allmend, die sich vom See zur Bossard-Arena im Süden bis hin zu den Familiengärten im Norden erstreckt, und als grosszügige Freifläche mit Sportnutzungen für das Quartier dient. Diese Strukturierung der Nord-Süd-Achse kann man bei der Schulanlage Herti bereits heute erkennen. Im Zentrum steht die Allmend mit dem Rasenspielfeld, den Spielplätzen, dem Schwimmbad und der Turnhalle. Auf der Ostseite sind die Schulgebäude platziert, auf der Westseite entlang der Lorze stehen im Grünen Kleinbauten.

 

Das Projekt möchte mit der ersten Etappe sogleich, langfristig mit der zweiten Etappe diese Klarheit verstärken. Die Neubauten werden exklusiv auf der Ostseite der Parzelle errichtet und bilden eine Nord-Süd-Kette, die sich Richtung Tal und Allmend orientiert. Die Westseite wird so belassen wie sie heute ist, die Renaturierung der Lorze wird sichergestellt. Der Charakter dieses Bereiches wird somit erhalten. Im Zentrum wird die grosszügige Freifläche der Allmend respektiert: Das Schwimmbad und die Turnhalle werden lediglich saniert, das Dach mit zugänglichen Aussenräumen aktiviert. Die Allwetterplätze werden einzeln verteilt, womit die freie zentrale Fläche aktiviert und eine Verschmelzung mit der Landschaft generiert wird.

 

Die Typologien der drei Neubauten folgen gesamtheitlich der Logik des städtebaulichen Konzepts. Alle Gebäude der Kette orientieren sich nach Westen Richtung Allmend, wo sich auch die Haupteingänge befinden. Die Volumen sind pragmatisch und gestapelt organisiert, um eine maximale Flächeneffizient zu erreichen. Die zwei Schulen sind mit grosszügigen Terrassen nach Westen orientiert geplant. Diese aufgesetzten und aus der Geometrie der Aulas entstandenen Körper erzeugen aussenliegende, beschattete Unterrichtsräume sowie separate Zugänge für die Musikschulen.

 

Die Dreifachturnhalle liegt am südlichen Teil der Parzelle und bildet die Adresse des Campus. Die peripherische Anordnung und die Nähe zur Öffentlichkeit erlauben das Zusammenspiel zwischen Schule und gemeinschaftlichen Anlässen. Die Dreifachturnhalle ist halb unterirdisch konzipiert und kann als Vitrine des Campus verstanden werden.

 

 


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