MENZINGEN

Neubau Schulhaus Ochsenmatt 4, Menzingen, 1. Preis

 

Verfahren Projektwettbewerb im selektiven Verfahren Bauherrschaft Einwohnergemeinde Menzingen Programm Primarschule, Kindergärten und Betreuung, inkl. Einstellhalle für 100 Parkplätze Fläche 7’900 m2 GF Volumen 28’000 m3 Gebäudekosten BKP 1-9, inkl. MWST: 30 Mio CHF Planung 2025-2030 In Zusammenarbeit mit Baumanagement Jung Meyerhans AG Luzern, Landschaftsarchitekt Eberli Landschaftsarchitektur GmbH Zürich, Bauingenieur INGENI AG Zurich, HLKS Müller.Bucher AG Zürich, Bilder luce. Team NYX Nathanaël Chollet, Yann Gramegna, Gonçalo Duarte Pita, Christoph Holzinger, Ioanna Katsarou

Das Schulhaus Ochsenmatt 4 ergänzt das Bildungsensemble in Menzingen durch eine klare, ortssensible Setzung, die Topografie und bestehende Freiräume stärkt. Zwischen Strasse und dem grossen Aussenraum schafft das Projekt eine neue Adresse, welche Dorf und Schulcampus miteinander verbindet. Das Holzvolumen ruht auf einem Betonsockel, der die Einstellhalle sowie die Technikräume aufnimmt. Die Holz-Metall-Fassade bringt das konstruktive Raster zum Ausdruck und verleiht dem Gebäude eine präzise und dauerhafte Erscheinung.

 

Am nordwestlichen Rand des Perimeters gelegen, öffnet der Bau den Campus über eine durchlässige Nord-Süd-Achse. Zwei versetzte Erdgeschosse bilden grosszügige und gleichwertige Zugänge. Das untere, transparente Geschoss verbindet öffentliche Nutzungen – Mensa, Mehrzweckraum und pädagogische Bereiche – mit den Aussenräumen. Darüber strukturieren zwei kompakte Unterrichtsgeschosse in Holz den Baukörper mit einer ruhigen und kohärenten horizontalen Gliederung. Die viergeschossige Volumetrie fügt sich in die Höhenentwicklung der umliegenden Gebäude ein und stärkt die Identität des Campus.

 

Die Freiräume zeichnen sich durch klar lesbare Eingangssituationen, einheimische Vegetation und ökologische Strukturen aus. Ein in die Topografie eingebetteter Spielbereich sowie der multifunktionale Schützenmattplatz bieten Aufenthalts-, Beobachtungs- und Veranstaltungsqualitäten. Durchlässige Beläge, Versickerungsflächen, Baumschatten und Wasserelemente tragen zur Verbesserung des Mikroklimas bei.

 

Typologisch folgt das Gebäude einem Dreitravéen-Prinzip: Die äusseren Travéen nehmen die Klassenzimmer und Aufenthaltsbereiche auf, während die mittlere Travée Erschliessung, Garderoben und Spielzonen bündelt. Das Raumprogramm umfasst ein Untergeschoss mit rund 100 Parkplätzen, ein unteres Erdgeschoss mit gemeinschaftlichen Nutzungen und Verpflegungsbereichen, ein darüberliegendes Geschoss mit pädagogischen Räumen sowie einem unabhängig nutzbaren Mehrzweckraum, ein Geschoss für die Kindergärten sowie ein oberstes Geschoss für die Primarschule.

 

Das Tragwerk trennt die Materialien klar: Stahlbeton für die Einstellhalle, Holz für die oberen Geschosse. Auf einem regelmässigen Raster, einem hohen Vorfertigungsgrad und lösbaren Verbindungen basierend, unterstützt das Projekt eine zirkuläre Bauweise. Die Holz-Metall-Fassade optimiert Tageslicht, natürliche Lüftung und Sonnenschutz. So entsteht ein robustes, flexibles und ressourcenschonendes Schulhaus, das den heutigen Alltag ebenso wie zukünftige Entwicklungen aufnehmen kann.

 

 


Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie die Seite weiter nutzen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

AkzeptierenMehr infos