Dorfkernentwicklung Egolzwil, 1. Preis
Verfahren Projektwettbewerb im selektiven Verfahren mit Zwischenbesprechung Bauherrschaft Einwohnergemeinde Egolzwil und Gasthaus St. Anton AG Programm Entwicklung eines neuen Dorfzentrums mit Wohnungsbau, Schulergänzung, Gewerbe- und Gemeinschaftsnutzungen sowie öffentlichen Freiräumen. inkl. Einstellhalle für 100 Parkplätze Fläche 11’700 m2 GF Volumen 41’000 m3 Gebäudekosten BKP 1-9, inkl. MWST 58 Mio CHF Planung 2025-2030 In Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekt DUO Landschaftsarchitekten Bern, Bauingenieur INGENI AG Zurich, HLKS Müller.Bucher AG Zürich, Bilder luce. Team NYX Nathanaël Chollet, Yann Gramegna, Gonçalo Duarte Pita, Ioanna Katsarou
Die Dorfkernentwicklung von Egolzwil versteht sich als behutsame Weiterentwicklung der bestehenden Siedlungsstruktur. Fünf eigenständige Baukörper verweben Wohnen, Schule und öffentliche Nutzungen zu einem neuen Zentrum des Dorfes. Ihre Massstäblichkeit orientiert sich am dörflichen Kontext und interpretiert die ortstypischen Giebelhäuser und geneigten Dächer in zeitgemässer Weise. Durch die Einbettung in die Topografie entsteht eine ruhige, gestaffelte Gesamtfigur, die den Charakter des Ortes stärkt.
Die beiden Wohnbauten am Dorfplatz bilden die neue öffentliche Mitte. Mit Dorfladen, Restaurant, Gemeinschafts- und Gewerberäumen entsteht ein lebendiger Treffpunkt, der den Dorfplatz aktiviert und die Verbindung zwischen Hauptstrasse, Oberdorf und Schulareal stärkt. Die beiden Wohngebäude im oberen Bereich reagieren mit einer kompakteren Figur auf die Hanglage und schaffen ruhige Wohnsituationen mit vielfältigen Blickbeziehungen.
Der Schulneubau ergänzt die bestehende Anlage zu einem klar lesbaren Ensemble. Kindergarten, Tagesstruktur und Unterrichtsräume sind entlang der Topografie organisiert und über neue Freiräume und Wege miteinander verbunden. Gemeinschaftsgärten, Spielbereiche und begrünte Böschungen verweben Wohnen und Schule zu einem zusammenhängenden Landschaftsraum.
Alle Neubauten folgen einer gemeinsamen tektonischen Logik: Ein mineralischer Sockel verankert die Gebäude im Terrain, darüber entwickelt sich eine konsequente Holzskelettstruktur. Der hohe Vorfertigungsgrad, die flexible Tragstruktur sowie die Nutzung erneuerbarer Energien ermöglichen eine ressourcenschonende und langfristig anpassungsfähige Dorfentwicklung.
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