Tierspital Bern

TESTPLANUNG ENTWICKLUNG AREAL TIERSPITAL BERN, 1. RANG

 

Verfahren Testplanung auf Einladung Bauherrschaft Amt für Gebäude und Grundstück Bern Programm Arealentwicklung Fläche 56’790 m2 GF Planung 2022-2025 In Zusammenarbeit mit DUO Landschaftsarchitekten Bilder NYX ARCHITECTES Team NYX Nathanaël Chollet, Yann Gramegna, Judit Chapallaz, Gonçalo Duarte, Stefan Fürst, Oliver Kazimir

Das Areal des Tierspitals Bern liegt zwischen Bremgartenwald und Länggassquartier und ist Teil des universitätsnahen Nutzungsclusters Neufeld. Die bauliche Setzung orientiert sich an der Topografie mit drei Hauptebenen: niedrigere Volumen zur Länggassstrasse und höhere, dichtere Bauten gegen den Wald. Rückspruenge und Versatz schaffen differenzierte Freiraumzonen, die eine klare Gliederung und gute Orientierung gewährleisten. Die Entwicklungsplanung bis 2065 stellt sicher, dass Neubauten, Umbauten und Provisorien geordnet umgesetzt werden, ohne die historische Identität des Areals zu beeinträchtigen.

 

Das „Grüne Herz“ bildet die zentrale Mitte des Areals, mit Aufenthaltsflächen, unversiegelten Bereichen, Baumgruppen und schattenspendenden Pflanzungen. Öffentliche Plätze wie Muraltpark, Länggassplatz und Birkenpaerkli verbinden Areal und Quartier und verstärken die visuelle und funktionale Vernetzung. Zwei Wegesysteme – orthogonal mit Treppen und Rampen sowie organisch geschwungen und barrierefrei – verknüpfen Quartier, Wald und zentrale Einrichtungen. Der motorisierte Verkehr wird gebündelt entlang der Bremgartenstrasse, Velos, Blaulicht und Lieferungen erhalten gezielte Zufahrten, der Langsamverkehr dominiert im Innenbereich.

 

Die Nutzungen sind nach ihrem Öffentlichkeitsgrad zoniert: öffentlich zugängliche Angebote entlang Muraltweg und Laenggassstrasse, halböffentliche und universitäre Einrichtungen in der Mitte, abgeschirmte Funktionsbereiche gegen den Wald. Nachhaltigkeit wird durch Hitzeminderung, Versickerung und Speicherung von Regenwasser, Gruenflächenquote, naturnahe Flächen und Luftzirkulation gefördert. Der Umbau erfolgt etappenweise bis 2065, wobei jede Phase das Endbild staerkt. Kurzfristige Provisorien sichern den Bedarf und werden sukzessive durch dauerhafte Bauten ersetzt. So entsteht ein zukunftsfähiges, vernetztes Areal, das Quartier, Universität und Natur verbindet und die Identität des Standortes bewahrt.

 

 

 


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