INTERVENTIONSZENTRUM ZOLL, ST.MARGRETHEN, 3. PREIS

Verfahren offener Projektwettbewerb Bauherrschaft Bundesamt für Bauten und Logistik BBL Programm Neubau Zollinspektorat, Kantonspolizei, Kontrollhalle für LKW und PKW, Büros Fläche 11‘500 m2 GF Volumen 40‘000 m3 Gebäudekosten BKP 1-9 46 Mios CHF Planung 2021 In Zusammenarbeit mit Bauingenieur WaltGalmarini AG Zürich, HLKS Gruenberg + Partner AG Zürich, Sicherheit und Elektro R+B engineering ag Brugg, Verkehrsplaner TEAMverkehr.zug ag Cham, Brandschutzplaner BIQS Brandschutzingenieure AG Zürich, Bilder Mammutlab Team NYX Nathanaël Chollet, Yann Gramegna, Cécile Attardo, Camille Wetzel

ANGELPUNKT

Die Sicherstellung der Verkehrsströme auf der Parzelle ist für das Projekt – insbesondere betreffend der Infrastruktur – massgebend. Die Organisation der Aussenräume sowie die funktionalen und betrieblichen Anforderungen an den Verkehr bedingen eine präzise Setzung des Gebäudes. Das Volumen ist an der Neudorfstrasse ausgerichtet, wodurch die Geometrie der Parzelle bestens ausgenutzt wird. In Bezug auf die Parzelle ist diese Ausrichtung ideal, um die Verkehrsströme zu organisieren. Das Gebäude erhält durch seine Platzierung eine zentrale Funktion und wirkt als Angelpunkt, der alle Verkehrsflüsse verbindet, trennt und ordnet.

Das Gebäude besteht aus drei Teilen: die südseitige eingeschossige Kontrollhalle, das zentralgelegene sechsgeschossige Dienstgebäude und die nordseitige zweigeschossige Parkgarage für Dienstfahrzeuge. Diese drei Teile werden durch die gewählte architektonische Sprache verbunden und bilden zusammen ein Triptychon, eine Einheit, welche über eine maximale Nutzungsflexibilität verfügt: das Interventionszentrum St. Margrethen. Die drei Teile des Triptychons sind untereinander verbunden und zugleich autonom. Jeder Teil ist optimal mit unabhängigen statischen und haustechnischen Systemen für sich ausgebildet. Es besteht somit die Möglichkeit in Zukunft auf simple Art und Weise Veränderungen an den jeweiligen Teilen vorzunehmen: punktuelle Aufstockungen und Erweiterung sind jederzeit einfach umsetzbar.

Der Ausdruck des Gebäudes wird durch die Holzkonstruktion geprägt und lehnt sich an die Konstruktionstradition mit leichten Materialien und grossen Spannweiten von Werkstätten und Industriebauten an. Dieses Konstruktionsprinzip wird hier situativ angepasst, indem die Materialien Holz und Beton entsprechend angewandt und kombiniert werden. Es geht um die Suche nach einem idealen Modell, bei welchem die quantitativen Ressourcen, das Gewicht, die Effektivität und auch die Wirtschaftlichkeit berücksichtigt werden. Es geht nicht nur um die Ästhetik, sondern vielmehr um die sinnvolle Zusammenführung aller Gegebenheiten, die zusammen den Ausdruck des Gebäudes bestimmen.

 

 


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